Über Heimweh & das Leben in einem anderem Land

Heute kommt Mal ein etwas anderer Post: Ich widme mich dem Thema Heimweh und berichte euch über meine Erfahrung zum Thema „Leben in einem anderem Land“. Ich komme mir fast etwas lächerlich vor, wenn ich „in einem anderem Land“ schreibe, da Österreich und Deutschland ja  Länder sind die aneinander grenzen und meine Heimat nur gute zwei Stunden von München entfernt ist. Aber gut, Fakt ist, dass Deutschland und Österreich sich in sehr sehr vielen Dingen unterscheiden.

Ich denke es hat Vor- und Nachteile wenn man seine Heimat zurücklässt. Einerseits liebe ich es in der Stadt zu leben und genieße es hier mein eigenes Leben mit Maxi zu führen. Auf der anderen Seite fehlt es mir oft sehr, dass meine Familie immer rund um mich herum ist und meine Freunde, die ich schon seit meinen Teenagerjahren kenne, nicht mehr einfach um die Ecke wohnen. Gerade am Anfang als ich hier her zog, kam es mir vor wie in einer anderen Welt. Vor 2 Jahren als ich noch in Sendling in einem größerem Haus wohnte, fiel mir nach ein paar Tagen auf das keiner meiner Nachbarn mich begrüßt hatte. Auf mein freundliches „Hallo“ oder „Grüßgott“ kamen immer nur verunsicherte Blicke zurück. So etwas kannte ich nicht. Aus der Kleinstadt aus der ich komme grüßt man grundsätzlich jeden, tratscht immer 5 Minuten mit der Nachbarin und trifft auch beim Einkaufen grundsätzlich auf Leute, die man kennt. Aber gut, das Stadtleben ist einfach anonymer.

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Wenn man mich fragt was ich am meisten an meiner Heimat vermisse ist es für mich ganz klar meine Familie. Es ist einfach ein großer Unterschied ob man sich jeden Tag sieht oder nur einmal im Monat. Manchmal kommt es sogar vor, dass ich vor lauter Stress auch mal zwei Monate nicht nach Österreich komme. Dann fühl ich mich auch immer wahnsinnig schlecht und es kam sogar schon vor, dass ich heulen musste. Ich bin generell was das Thema angeht, sehr oft im Zwiespalt. Ich fühle mich teilweise sehr egoistisch, weil ich weg von meiner Familie nach Deutschland gezogen bin. Auf der anderern Seite weiß ich aber, dass es die richtige Entscheidung war und meine Familie sich sehr für mich freut, dass ich es hier in München so gut habe. Ich glaube, dass man sich oft selbst viel mehr Gedanken über so ein Thema macht als es die anderen tun und ich mich wahrscheinlich oft mit negativen Gedanken selber verrückt mache.

Wenn ich mir meinen Blog-Post bisher so durchlese, hört es sich so an als ob ich grundsätzlich gar nicht gerne hier lebe – was aber eigentlich nicht stimmt. Ich bin sehr sehr glücklich hier. Vor allem natürlich wegen Maxi. So kitschig das jetzt auch klingen mag, aber für mich ist er mein Zuhause. Ich könnte glaub ich überall mit ihm sein und würde mich nicht alleine fühlen. Neben Maxi hab ich hier inzwischen auch in München ganz liebe Freunde gefunden, die ich nicht mehr missen will. Auch meinen Job mache ich sehr gerne. Solche Jobmöglichkeiten wie die in München, hätte ich am Land natürlich nie. Daher bin ich sehr dankbar, den Job, der mir gefällt hier ausüben zu können. Unsere kuschelige Wohnung könnte ich inzwischen auch nicht mehr wegdenken, obwohl das am Anfang auch eine große Umstellung war. Wenn man bedenkt, dass unsere Wohnung mit ihren 58 m² wahrscheinlich 10 mal in das 2-stöckige Familienhaus passt in dem ich aufgewachsen bin.

Es gäbe natürlich noch hundert Unterschiede, die ich aufzählen könnte, angefangen mit dem Thema, dass man in München kein Glas Wasser zu seinem Cafe bekommt bis dahin, dass man nicht grundsätzlich jeden mit „Bussi links Bussi rechts“ begrüßt. Wenn euch diese Themen interessieren, hinterlasst mir gerne eine Nachricht.

Ich freue mich schon sehr auf euer Feedback und wünsche euch noch einen schönen Sonntag ihr Lieben.

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OUTFIT:

Pullover: Zara

Jacke: American Vintage (similar HERE)*

Sunnies: Leisure Society (HERE)*

Leggings: Only (HERE)

Boots: Moonboots (HERE)

*In freundlicher Zusammenarbeit mit American Vintage und Leisure Society.

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